Bettina WitteVeen


geboren in Mannheim, ist praktizierende Buddhistin. Sie betrachtet ihre künstlerische Arbeit als Teil ihrer Lebensphilosophie, die auf dem Prinzip von Metta, dem Weg zur Erleuchtung durch soziales Engagement, beruht. Mit der von ihr entwickelten Bildsprache möchte WitteVeen zur Entstehung einer Integralkultur nach Ken Wilber beitragen: einer Kultur, die Körper, Intellekt, Geist und Seele in einem „spectrum of consciousness“ erfasst und von Toleranz und Pazifismus geprägt ist.

WitteVeen versteht sich als Konzeptkünstlerin, deren Ideen international und weitläufig interpretierbar sind. „The Heart of Darkness“ ist ein globales, episches, fotografisches Gedicht: In Einzelausstellungen an historisch brisanten und relevanten Orten erforscht WitteVeen die Ursachen menschlicher Destruktion, besonders die des modernen Krieges. Die erste Installation des „Heart of Darkness“-Projektes, gesponsort vom französischen Kulturministeriums, fand bei „L´Été Photographique de Lectoure 2005“ statt und trug den Titel „Dulce Et Decorum Est Pro Patria Mori“. Es folgten die Ausstellungen „Brüder, Zur Sonne, Zur Freiheit and the beat goes on“ im Goethe-Institut New York 2006 und „Der Tod und Das Mädchen“, mit über hundert Fotografien die bisher größte Installation, 2008 in Berlin.

In der vorausgegangenen Fotografieserie „Sacred Sister“ konzentrierte sich Bettina WitteVeen auf die Gemeinsamkeiten der griechischen und asiatischen Mythologie. Sie portraitierte sumbanesische Weberinnen als Moiren, die griechischen Schicksalsgöttinnen, balinesische Tänzerinnen in Trance als Medusa vor, während und nach ihrer Verwandlung in das bekannte Monster, und Mädchen und junge Frauen als buddhistische Gottheit Tara. „Sacred Sister“ wurde 2003 als Monografie bei Verve Editions veröffentlicht. Das in Kooperation mit Robert Wilson entwickelte Ausstellungskonzept wurde im gleichen Jahr bei „Art Loves Design“ bei Art Basel / Miami Beach präsentiert..

Seit 2004 arbeitet WitteVeen auch am „Erlkönig“. Dieser dreiteilige Zyklus verbindet das philosophische Konzept der Serie „The Heart of Darkness“ mit dem Gedankengut von „Sacred Sister“. Der erste Abschnitt des Zyklus wurde im Oktober 2010 in erweiterter Form als „Der Erlkönig: Shivas Altar“ auf der „BERLINER LISTE 2010 fair for contemporary art“ und im Studio Bettina WitteVeen, Rosa-Luxemburg-Straße 15, vorgestellt.

Erstmals öffentlich bekannt wurde Bettina WitteVeen mit ihrer Teilnahme mit zwölf zeitgenössischen Porträts, den „Hybrid Identities“, an „Body Art: Marks of Identity“, der bahnbrechenden Ausstellung des American Museum of Natural History in New York 1999-2000.

Ihre Ausstellungen sind prominent von der internationalen Kunstpresse rezensiert und ausführlich in der New York Times, Newsweek, The Village Voice, Der Tagesspiegel, Berliner Zeitung besprochen worden. Bettina WitteVeen ist in einigen bekannten privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter auch die des Whitney Museum of American Art.